KI gegen unkontrollierte Stoffströme
Viele Teile der produzierenden Industrie haben bereits Industrie-4.0-Anwendungen etabliert, wie etwa vernetzte Echtzeitsteuerung, prädiktive Wartung und digitale Prozessoptimierung. In der Recyclingbranche erschweren jedoch besondere Herausforderungen die Transformation zu einer datengetriebenen Anlagensteuerung. Vor allem stark schwankende Abfalleingänge auf Förderbändern erschweren die Digitalisierung. Unkontrollierte Stoffströme führen zu Blockaden, Leistungsabfällen, ungeplanten Stillständen oder Bränden durch Gefahrenobjekte wie Lithiumbatterien. Obwohl die Sortierindustrie zunehmend auf Automatisierung und Technik setzt, verfügen viele Betriebe weiterhin nicht über durchgängig digitale Abbildungen der realen Materialflüsse. Klassische Sensorik, ERP- oder Planungssysteme bieten hier nur begrenzt Abhilfe - sie arbeiten regelbasiert und setzen stabile Eingangsdaten voraus, was in der Abfallwirtschaft selten der Fall ist.